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Tag 19 (Saaremaa-Tallinn, ca. 310
km):

Der Zeitplan passt heute
morgen, das Wetter ist diesig, soll aber trocken bleiben. Diesmal
habe ich mehr Glück als bei der Anreise: Am Fährterminal wird das
Kennzeichen der BMW sofort erkannt, die Schranke öffnet sich und ich
darf als letztes Fahrzeug mit auf eine frühere Fähre. Heute geht‘s
nach Tallinn, ich bin gespannt. Die Rummu Quarry kann ich leider
nicht mitnehmen, da ich das Motorrad draußen stehen lassen und zu
Fuß das große Areal erkunden müsste - das kann ich mit Rücksicht
auf mein Gepäck nicht machen. Die kleine Kirche von Risti dagegen
nehme ich mit, ebenso den Leuchtturm von Paldiski - wobei die
Stadt einen traurigen Eindruck vermittelt: eine typische Hafenstadt,
trist, mit vielen verwitterten Plattenbauten. Der kleine
Keila-Juga Wasserfall reizt mich, die Drohne noch mal auszupacken,
ein Flugverbot gibt‘s dort nicht, also los! In Tallinn komme ich
gut durch, meine Unterkunft finde ich auch schnell, aber wie kommt
man rein? E-Mails checken, dort finde ich eine Nachricht vom
Nachmittag, das ich mir den Schlüssel von einer Packstation (!)
holen soll, die gut einen Kilometer (!!) entfernt ist. Also wieder
aufsitzen und die Adresse suchen. Dort stehen aber 2 Stationen,
von denen keine den übermittelten Code akzeptiert. Ich schreibe
dem Besitzer eine Nachricht und während ich auf die Antwort warte,
spaziere ich etwas herum, um die Ecke sind eine Tanke und ein
Supermarkt - und - noch eine Packstation! Die akzeptiert den Code,
ein Schlüsselbund landet in meiner Hand. Wieder zurück, kann ich
endlich einchecken. Ich brauche was für‘s Frühstück, der nächste
kleine Supermarkt ist satte 25 Minuten entfernt, in der
Zwischenzeit kann die Waschmaschine meine Klamotten reinigen. Der
Supermarkt entpuppt sich als ein kleiner Container mit
Selbstbedienung - gute Idee, wenn alles schon zu hat. Der hat aber
wenig Auswahl, erst weitere 750 Meter weiter gibt‘s einen großen
Supermarkt. Der hat sogar einen japanischen Snack, von dem ich
zwar gehört habe, ihn aber noch nie testen konnte - den nehme ich auch
mit. Mittlerweile ist‘s schon recht spät, soll ich noch in die City?
Ich sichte einen Irish Pub mit Gastro, da kann ich nicht
widerstehen... :-) Doch kurz davor ist noch ein Souvenirladen
offen, der ein faszinierend farbenfrohes T-Shirt für mich hat. Ein
klassischer Pie landet auf meinem Tisch, dazu ein Guinness und ein
Whiskey - Herz, was willst du mehr? Livemusik vielleicht? Bitte sehr,
gibt‘s heute Abend offenbar auch noch! Die letzten Fotos schieße
ich um 02:15, diese Zeilen schreibe ich um 02:42 - ich glaube,
Tallinn wird mir gefallen...
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| Malerische kleine
Kapelle. |
Kirche bei Riski. |
Leuchtturm von
Paldiski. |
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| Eine malerische
Steilküste. |
Windsbraut? |
Keila-Juga Wasserfall. |
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Nicht groß, aber
durchaus fotogen. |
In den baltischen
Staaten sieht man das Schild des Öfteren. |
Tallinn - eine ruhige
Straße. |
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Selten anzutreffen:
Ein Moskwitsch. |
Ein Mini-Supermarkt
ohne Personal - noch nie gesehen. |
Japanische Snacks! |
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Die Altstadt von
Tallinn - einladend. |
Wunderschöne Anblicke. |
Links "mein" Irish
Pub". |
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Ein Steak und Ale
Pie - Hmmhh... |
Und sogar Livemusik! |
Der Rathausplatz. |
Tag 20 (Tallinn-Stadtbesichtigung, zu Fuß):
Es ist schon wieder bedeckt,
soll aber trocken bleiben. Relativ spät komme ich in die Puschen -
kein Wunder... Ich besichtige diverse Kirchen, statte 2 Aussichts-
punkten einen Besuch ab und besuche (auch hier) die "KGB" Zellen -
bedrückend, was Menschen anderen Menschen antun können. Die
Altstadt von Tallinn ist wirklich eine Augenweide, viele Straßen
geben mit ihren alten Häusern ein stimmiges Bild ab, das grobe
Kopfsteinpflaster gibt das seinige dazu. Der renovierte und auf
Hochglanz polierte "Rotermann" ehemalige Industriekomplex wurde
sehr erfolgreich in das Stadt- bild integriert und wiederbelebt. Es
macht Spaß, das Alles zu erkunden, kreuz und quer zieht es mich
durch die Gassen und Straßen, bis schon wieder ein T-Shirt seinen
Weg in meine Hände findet - mir gefiel einfach die Farbkombination.
Der "Linnahall" Komplex - ein ehemaliges sowjetisches
Vorzeigeprojekt - ist heute fast verfallen, bietet aber einen
sehenswerten Anblick. Ich möchte erstmal zurück zur Unterkunft,
nach 10 Minuten fällt mir siedendheiß auf, dass mein T-Shirt aus der
rechten hinteren Hosentasche entfleucht ist - Verdammt! Wieder
zurück zur Linnahall, und tatsächlich liegt mein verpacktes Shirt
noch da! Uff... OK, jetzt aber endlich zurück, der Akku des Navis
ist fast leer - wie auch mein körpereigener… Beide Akkus werden
geladen, ich mache Datensicherung, dann lockt mich der Irish Pub
wieder in die Altstadt, es warten ein "beer-battered Steak and Ale
Pie" sowie Bier und Whiskey auf mich. Es werden abwechselnd 2
Fußballspiele auf den diversen Fernsehern gezeigt.
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| Tolle Ausblicke auf
Alt-... |
...und Neustadt. |
Wirklich bildhübsch. |
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Im Dom sind manche
aus- ländische Einflüsse sichtbar. |
Aufwändige
Holzarbeiten... |
...und kunstvolle
Architektur. |
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Knapp geparkt - oder
stützt das Auto den Baum? |
Die orthodoxen
Kirchen... |
...gefallen mir sehr. |
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| Das ist mal 'ne Tür! |
Freedom Square. |
War mir nicht bekannt,
dass die Dame zu sowas neigte... |
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| Wochen- und
Blumenmarkt. |
Nass geworden? |
Auch solche Kneipen
finden sich. |
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| "Rotermanni" Viertel. |
Industriearchitektur... |
...in Szene gesetzt. |
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KGB Museum: Jede Akte
ein Schicksal. |
Bestrafungsraum. |
Typischer Verhörstuhl. |
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| Noch ein schönes
Portal. |
Altstadt - links ein
Gildehaus. |
Noch ein schottischer
Pub! |
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Was das wohl für
ein Schiff war? |
"Linnahall" -
Sowjetischer Veranstaltungskomplex. |
Reichlich verwittert. |
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| So passt es besser. |
...viel besser! |
Tag 21 (Tallinn-Stadtbesichtigung, zu Fuß):
Das Wetter sieht ordentlich aus, ich laufe zuerst zum Eesti
Meremuuseum - ziemlich beeindruckende Architektur, das Highlight
ist zweifelsohne ein begehbares altes U-Boot. Ansehen würde ich
mir auch noch gerne den Kadrioru Park und das Kadrioru
Kunstimuuseum, aber das ist zu Fuß nicht zu machen. Also nehme ich
den Bus, was ziemlich dauert, da eine Baustelle den Verkehr stark
behindert. Aber schließlich komme ich an, das Kunstmuseum ist
recht übersichtlich, aber die Räum- lichkeiten, der repräsentative
Bau und der Park nebst japanischem Garten sind die Mühe wert. Via
S-Bahn geht es zurück und bald darauf wieder in die Altstadt.
Diesmal suche ich mir ein Lokal direkt auf dem Raekoja Platz aus -
dort zahlt man aufgrund der Aussicht natürlich Zuschlag, wie ein
schneller Vergleich der auffällig ähnlichen Preistafeln zeigt.
Heute werde ich mal eine andere Lokation für das Abendbier
ausprobieren: einen schottischen Pub! Ich unterhalte mich nett mit 2
Australiern, einem Engländer, einem Georgier und 2 Franzosen - der
Pub ist international! Als ich nach einer längeren Unterhaltung
aus dem Raucherraum zurückkomme, sind meine Sachen weg! Zum Glück
hat das Personal sie nur in Sicherheit gebracht - Uff!
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Morgens: Erstmal 'ne
Platte hören? |
Passend: Das nennt
sich "Port Noblessner". |
Alt und neu vereint. |
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| Im Eesti Meremuuseum. |
Die Architektur des
Gebäudes ist faszinierend. |
Sehen wir uns das
U-Boot von Innen an. |
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| Torpedo voraus! |
Hier muß ziemlich
knapp "eingeparkt" werden. |
Oje, wer soll das
bedienen? |
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Auch die Kombüse
hat wenig Platz. |
Präzise Mechanik. |
So sah das Gebäude 2010 aus. |
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| Kadrioru Kunstimuuseum |
Beeindruckende
Architektur... |
...und grießgrämige
Herren auf Bildern... |
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...nebst Skulpturen
gibt es hier zu sehen. |
Rückseite mit
Parkanlage. |
Hier herrscht strenge
Geometrie vor... |
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| ...ganz im Gegensatz
zum Japanischen Garten. |
Welcher Pub ist das
wohl? |
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