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Tag 16 (Tartu Stadtbesichtigung, zu Fuß):
Um 05:30 bin ich wach - viel
zu früh, ich drehe mich nochmal um. Nach dem Frühstück aus dem
Supermarkt besichtige ich zuerst das KGB Museum, dann die Engels-
und die Teufelsbrücke. Es folgen 2 Kirchen, in der Johanniskirche
wird Orgelmusik gespielt - einfach mal 10 Minuten sitzen und genießen.
Die Domruine und der botanische Garten liegen auf dem Weg, dann
laufe ich einfach am Fluß entlang. Noch zum Nationalmuseum? Leider
zu weit, das macht auch schon in 2 Stunden zu. In einem Café hole
ich mir einen heißen Kakao und ein kleines Stück Kuchen. Ich sehe
mir noch die "Neustadt" mit den Einkaufspassagen etwas an, dann
wird‘s Zeit für den vorläufigen Rückzug, den ich 1,5 Stunden
später wieder in der Gegenrichtung antrete. Was nehme ich heute Abend
zu mir? Ein Lokal fällt mir auf, das "Original Russische Küche"
anbietet, aber ich finde es im Internet nicht zwecks
Kundenbewertungen, aber ein spanisches Restaurant taucht auf -
warum nicht? "Mein" Irish Pub hat Probleme mit der Brandmelde-
anlage, sie geht einfach los, woraufhin die Feuerwehr mit einem
Einsatzwagen auftaucht - Fehlalarm! Ein letztes kleines Bier
bekomme ich um 00:20 ein paar hundert Meter entfernt. Die
Bedienung erkennt, das ich nicht mehr ganz Herr meiner Sinne bin
und fragt mich beim Verlassen, ob ich nach der Tür suche - so
schlimm ist‘s aber noch nicht. Wenn ich zurück zur Unterkunft noch ein
Schnellrestaurant gefunden hätte, wäre ich rein, aber ein Kebab-
Imbiss ist nicht mein Fall.
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| Im Flur des KGB
Museums. |
Propaganda... |
...überall. |
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Während der
deutschen Besatzung |
Ziemlich enge Zelle. |
Ein Verhörzimmer. |
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| Hier geht's zum Park
rauf. |
Ein hübsches Café. |
Ruine des Doms |
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| Hübsche Häuserzeile. |
Im botanischen
Garten... |
...finden sich
exotische... |
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| ...Pflanzen und... |
...auch ein paar
Tiere. |
Entlang des Emajõgi. |
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Nein, das Kunstmuseum
habe ich nicht schief fotografiert, es ist so... |
Verbindungen zur Hanse
sind offensichltlich. |
Für diesen Schweizer
Straßen- namen gibt es durchaus historische Gründe. |
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| Die Einkaufsmeile... |
...bietet so ziemlich
alles, was man / frau so braucht. |
Lecker! |
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| In der Nacht stilvoll
beleuchtet. |
SO sollte ein Irish
Pub aussehen. |
Tag 17 (Tartu-Haapsalu, ca. 280
km):

Nach 2 Minuten Fahrt muß ich
schon wieder abladen: die BMW braucht wirklich dringend eine
Wäsche, zudem will ich Öl kontrollieren. Einen guten halben Liter
hat sie konsumiert, das wird nachgefüllt. Die Fahrt durch den Sooma
Nationalpark erfordert volle Konzentration: es ist eine ziemlich
lange Schotterpiste, die Zeit frisst. Es ist richtig kalt, zudem
weht eine ordentlich kräftige Brise, gut, dass ich den Pullover
anhabe. Kaum zu glauben: in der Heimat sind‘s seit Tagen durchweg 30
Grad! Aber ich meckere nicht, die Sonne lässt sich immer wieder
blicken. Meine Unterkunft ist ziemlich rustikal, Toilette und
Dusche sind getrennt, Zähne putzen und rasieren geht nur in der
Küche am Spülbecken, der Holzfußboden ist zwar renoviert, aber auch
recht runtergerockt. Ich hole mir um‘s Eck direkt was für‘s
Frühstück, da ich um 08:00 aufstehen muß, um meine Fähre zur Insel
Saaremaa zu erwischen, das sind von Haapsalu aus noch gute 80 km
Fahrt. Das Städtchen kann ich nur als "adrett" bezeichnen:
gepflegte Holzhäuser, eine schöne Küstenpromenade, es gibt viel zu
sehen. Der Ort ist auf Touristen ausgerichtet, hat sich aber dennoch
seinen Kleinstadt- charme bewahrt. Ich knipse drauflos, was Kamera,
Speicherkarte und Akkus hergeben. Evtl. gelingen mir auch noch ein
paar nette Sonnenuntergangsfotos, da der Himmel nur leicht bewölkt
ist - mal sehen. Ich hatte lange keine Pizza mehr, das wird stante
pede nachgeholt. Dazu ein italienisches Bier, einen Limoncello
hinterher und auch noch ein Eis aus Fior di Latte - italienischer
wird‘s nicht mehr! Dann wird‘s Zeit: Die Sonne geht unter, der
Himmel ist fast wolkenlos - Fotosession! Ich suche mir an der
Promenade die besten Stellen aus, knipse mit diversen Objektiven
und Filtern los, reichlich Material landet auf der Speicherkarte. In
der Altstadt hat eine Bar noch auf, die wird aufgesucht. 2 Teens
sprechen mich auf meine Mütze an und sind erstaunt, dass ich aus
Deutschland komme. Aus den Web-Nachrichten erfahre ich, das es
schon wieder Ärger an der EU Grenze gibt: Eine Drohne ist in ein
Wohnhaus in Rumänien eingeschlagen...
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| Verwaiste kleine
Kirche. |
Schotterpiste im
Sooma Nationalpark. |
Bildhübsch! |
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| Irgendwo unterwegs. |
Haapsalu - Hauptstraße. |
Der kleine zentrale
Platz. |
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| Alte Festungsruine. |
Nur von weit weg
sichtbar. |
Die Sonne lacht... |
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| Farbenfrohe kleine
Kirche. |
Am Ostufer. |
Am Kursaal. |
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Was hat der denn
hier verloren? |
Die kleine
Konzerthalle. |
Wunderschöner alter
Ford Modell A. |
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| Der Sonnenuntergang... |
...ist unglaublich... |
...spektakulär! |
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| Auch "verkehrt herum"
sehenswert. |
Der Mond dagegen hat
kaum was zu lachen... |
Tag 18 (Haapsalu-Saaremaa, ca. 320
km, inkl. Fähre):

Bin wieder mal viel zu früh wach - macht nix. Nach dem Frühstück
und Aufrödeln starte ich die 80 km bis zur Fähre. Mein e-Ticket
kennt der Scanner aber nicht, ich muß die Hotline anrufen. Aber
man lässt mich trotzdem an Bord. Ich vermute, daß es nicht
klappt, weil ich offenbar zu früh dran bin, die Fähre fährt deutlich
vor meinem Zeitplan los, soll mir auch recht sein. Die Überfahrt
dauert etwa eine halbe Stunde. Die Fahrt über den Damm von Muhu zu
Saaremaa nehme ich mit der Helmkamera auf - dachte ich
jedenfalls... Die Kamera hat statt eines Films nur ein Standfoto
produziert, ich muß den Damm noch einmal überqueren. Zuerst lockt
ein Windmühlenensemble (!), dann die Steilküste "Panga Cliff". Nach
einigem Zögern nehme ich dort auch zum ersten Mal die Drohne in
Betrieb. Ein Pärchen aus dem Stuttgarter Raum nötigt mir ein
halbstündiges Schwätzchen ab. In diesem Teil von Saaremaa gibt es
endlich auch wieder mal Kurven! Gegen 17:00 bin ich in Kuressaare,
dort ist Stadtfest, die ganze Insel hat sich versammelt, um lokalen
Musikern auf der Bühne zu lauschen. Das Städtchen ist nett und sauber,
die Burg "Kuressaare piiskopilinnus" recht groß, gut erhalten und
lohnt einen Besuch, einige Fotos sind der Beweis dafür. Alt werde
ich heute vermutlich nicht, ich bin zu müde. Eine Bar in der
Innenstadt wird noch zwecks Alkoholaufnahme besucht, dann geht‘s
Richtung Unterkunft.
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| Warten auf die Fähre. |
Da kommt der
Gegenverkehr. |
Der Damm von Muhu
nach Saaremaa. |
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| Verlassen oder nicht? |
Mühlen? Hier? |
Tatsächlich... |
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Die "Panga" Klippen
sind beliebtes Ausflugsziel. |
Ähnelt verdächtig
einem Motiv
auf der Isle of Mull. |
Diese Farben...! |
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Wird als Foto-
Background genutzt. |
Stadtfest! |
Ausblick auf das
Schloß. |
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| Sehr malerisch! |
Ein großes Gelände. |
Ziemlich gut erhalten. |
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| Gepflegte Gebäude
zieren... |
...die Altstadt von
Kuressaare. |
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